Zurück
Überlastungsschutz
Obwohl die Verwendung von Filtern das
Entstehen von zu hohem Stromfluß unter normalen
Betriebsbedingungen verhindert, stellt dies
keinen Schutz davor da, dass eine Ausgangsbeschaltung
zu viel Strom zieht bzw. dass es zu
einem Kurzschluss kommt. In diesem Fall nimmt
der DC/DC-Wandler eingangsseitig zur Unterstützung
des Ausgangs einen großen Eingangsstrom
auf. Der Wandler überhitzt letztendlich und wird
thermisch zerstört, wenn für diesen Zustand
keine Abhilfe geschaffen wird (Kurzschlussüberlast
ist ausschließlich für 1 s bei nicht geregelten
Wandlern gewährleistet).
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Überlastungen
an den Ausgängen zu verhindern. Die einfachste
Methode ist eine Fein-Sicherung mit ausreichender
Toleranz für den Einschaltstrom, mit
der sichergestellt wird, dass die Sicherung bei
Betrieb nicht durchbrennt (siehe Abbildung 8).
Eine weitere Lösung ist der Einsatz einer Übertemperaturabschaltung.
Es besteht ebenso die Möglichkeit, das Überlastungsschutzsystem
mit einem Erkennungsmechanismus
auszustatten, mit dem entweder
der Eingangsstrom oder die Ausgangsspannung
(siehe Abbildung 9) überwacht werden kann. Die
einfachste Art des Überlastungsschutzes ist, das
Gerät über einen Linearregler mit einer internen
Wärmeabschaltung zu versorgen. Dies reduziert
den Gesamtwirkungsgrad allerdings erheblich.
Erfolgt die Versorgung durch ein intelligentes
Stromversorgungssystem kann zur Signalgabe
an dieses System ein Reihenwiderstand (Shunt,
anstelle der Reihendrosselspule) zur Strommessung
eingesetzt werden. Ein vergleichbares
System zur Feststellung des Ausgangssstromes
kann ebenso am Ausgang eingesetzt werden. Da sich
die geregelte Versorgung allerdings an der Eingangsseite
befindet, muss das Signal von der Steuerung
isoliert werden, um die Isolation des Systems
aufrecht zu erhalten (siehe Abbildung 10).
Der Wärmeverlust bei einem Reihenwiderstand
am Ausgang kann ebenso herangezogen werden,
um die Überlast festzustellen und die Isolation zu
erhalten. Wird ein Heißleiter oder ein anderes
wärmeempfindliches Gerät in der Nähe des
Widerstands befestigt, kann so eine Überlast
angezeigt werden. Die Systemtemperatur muss
ebenso bekannt sein, um einen geeigneten
Ausgleich für verschiedene Betriebsumgebungen
zu ermöglichen.
Es gibt verschiedene weitere Strombegrenzungsmethoden,
die angewendet werden können, um Überlastsituationen festzustellen. Inwieweit diese
geeignet sind, liegt im Ermessen des Entwicklers.
Die wichtigste Rolle spielt die Verwendung dieser
Informationen. Ist es erforderlich, dass das
System einer Steuerung den Ort bzw. das Modul
einer Überlast signalisiert, wird ein intelligentes
System benötigt. Wenn das Gerät sich lediglich
ausschalten soll, reicht ein einfaches Sicherungssystem
aus. Sämtliche DC/DC-Wandler von
Recom mit internem Regler verfügen über einen
wärmeempfindlichen Ausschalter, der diese Gerät
vor zu großer Überlast schützt. Wird dies genutzt,
um Signale an ein Versorgungssystem weiterzugeben,
ist die geeignetste Maßnahme das
Einsetzen einer Ausgangsspannungsanzeige
(siehe Abbildung 10), da diese beim Ausschalten auf fast null zurückgeht. Eine weitere Möglichkeit
ist ein Temperaturfühler, montiert auf dem
Gehäuse des DC/DC-Wandlers.


|